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Die Lieblingsspeise des Mönchs Als Kaiser Maximilian (1459-1519) einst das Kloster Alpirsbach besuchte, ließ er jeden Mönch nach seiner Lieblingsspeise befragen und ihn diese dann auch zubereiten. Einer der Mönche wünschte sich ein "Ochsenkres", heute noch als "Kutteln" (= Eingeweide) bekannt. Der Kaiser amüsierte sich über diesen Wunsch, müsse doch "der münch ain hungeriger kerle" sein, der von Kutteln eines üblicherweise verwendeten und viel kleineren Kalbes nicht satt geworden wäre.
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Feuer und Rauch Die "Zimmerische Chronik" berichtet die Geschichte von der verhinderten Bestattung eines Mönchs im Alpirsbacher Kapitelsaal neben dem Kreuzgang. Als man das Grab ausgehoben hatte "do ist ein hitz und ein solcher rauch user der gruben gangen", dass die Grube vom Abt und den Mönchen sofort wieder zugeworfen wurde und der Verstorbene an anderer Stelle begraben wurde. |

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Mäuse-Schabernack Im Jahr 1540 brachten einige Bürger aus der Umgebung Alpirsbachs einen Verurteilten zum Arrest ins Alpirsbacher Amtsgefängnis. Für einen bösen Schabernack sollte der "Zimmerhansli" aus Römlinsdorf für 3 Tage und 3 Nächte in den Turm: er hatte seinen Gästen eine Maus im Gulasch mitgekocht und zu essen gegeben. Dem für die Amtsüberwachung der Gerichtsbarkeit zuständigen Klosterverwalter Wendel Zipper ging die Strafe nicht weit genug. Er wandte sich an die herzogliche Behörde in Stuttgart. Diese allerdings fand die Bestrafung angemessen... |

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Melancholie eines Klosterschülers Viele Alpirsbacher Klosterschüler in der Zeit zwischen 1556 bis 1595 verewigten sich an den Wänden ihrer Zellen im Dormitorium. In der Zelle Nr. 107 findet sich folgendes Gedicht:
Quid v(alet) hic Mundus Qvid Gloria q(ui)dve Triumphus Post mis(er)um funus pulvis et Vmbra sum(us) Omnibus rebus iam peractis Mel in ore: verba lactis Fel in corde: f(ra)us in fa(ct)is
"Was ist diese Welt wert, was der Ruhm und was der Triumph? Nach dem elenden Tod sind wir nur Staub und Schatten.- da ja alle Dinge schon einmal dagewesen sind: Keine Treue in Verträgen, Honig im Mund, Worte wie Milch, (aber) Galle im Herzen, Hinterlist in den Taten." |

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Essen und Trinken Über die Verpflegung der Alpirsbacher Klosterschüler sind wir durch einen Bericht des Klosterverwalters vom 10. November 1576 unterrichtet, so gab es z. B. Sonntagmorgens: "...1. Rinderin voressen, 2. Suppenn, 3. Flaisch uff den obbern tisch vier, unnd uff den undern Tisch drei stückh, ... jede flaischmahlzeitt 6 Pfundt, 4. Rieben oder kraut".
Wochentags war die Kost einfacher, freitags gab es Stockfisch, während Obst und Gemüse selten auf dem Speiseplan stand. Zum Essen erhielt jeder Klosterschüler je ein Viertel Wein ("Breyßgeuwer"), an den hohen Feiertagen gab es noch ein Viertele extra...
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