
Thomas Faißt präsentiert die Köhlerei Thomas Faißt erweckt ein längst vergessenes, für den Schwarzwald typisches Handwerk zum Leben und präsentiert an seinem rauchenden Kohlenmeiler alljährlich "Kultur am Meiler". Als Kooperationspartner unterstützen wir diese sehr vielseitige Verbindung von Natur, Kultur und Traditionspflege.
Vom weißen Rauch zum schwarzen Gold
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Vorbereitung Kohlenmeiler Zur Herstellung hochwertiger Holzkohle wird traditionell Buchenholz aus Wintereinschlag verwendet. Das Holz wird in ein Meter lange Abschnitte aufgesägt, zu feinen schwachen Scheitern gespalten und anschließend für drei bis vier Monate zu Kreuzbeigen luftig aufgesetzt. Das Holz soll beim Aufbau des Meilers gut luftgetrocknet sein. Geeignete Standorte der Kohlenmeiler sind windgeschützte, mit Wasservorkommen ausgestattete Plätze, möglichst im Wald.
Aufbau Kohlenmeiler Auf der von jeglichem Material (Laub/Reisig) befreiten Kohlplatte wird ein Bodenrost aus Stangen und Brettschwarten errichtet.
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Feuerarbeit Kohlenmeiler Oben auf dem Meiler wird in der Mitte ein Feuer entfacht, welches den Verkohlungsprozess in Gang setzt. Hat das Meilerholz Feuer gefangen wird der obere Teil auch mit Lösche abgedeckt. Im Bodenbereich werden zwei bis drei Zuglöcher geöffnet. Im oberen Fünftel der Meilerhöhe werden ringsherum etwa zehn Löcher, sogenannte Köhlerpfeifen, mit einem Durchmesser von ca. 3cm gestoßen, damit Wasserdampf und entstehende Gase entweichen können. Mit diesen Pfeifen kann auch die Sauerstoffzufuhr geregelt werden. > weißer Qualm → Verkohlung > bläulicher Qualm → Verbrennung zu viel Sauerstoff
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Bewachung Kohlenmeiler Die ersten zwei bis drei Tage muss die Arbeit rund um die Uhr bewacht werden, um die Steuerung der Verkohlung optimal zu gestalten, und um bei Eigenreaktionen des Meilers, dem sogenannten "Schütteln", sofort handeln zu können.
Je nach Meilergröße dauert die Verkohlung zwischen fünf und fünfzehn Tagen.
Das Volumen des Meilers wird etwa um die Hälfte geringer. Ist der Meiler verkohlt, muss die Kohle herausgeholt werden. Ansonsten würde die Kohle verglühen und ein Häufchen Asche übrig bleiben.
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Ernten der Kohle Das Herausnehmen der Kohle ist eine hitzige, staubige und anstrengende Angelegenheit. Deshalb sollte mit diesem Arbeitsgang relativ früh am Morgen mit erfahrenen und verlässlichen Helfern begonnen werden. Die Kohle wird dabei rund um den Meiler zum Abkühlen verteilt. Nach fünf bis sechs Stunden kann sie in Säcke abgefüllt werden.
Aus Sicherheitsgründen dürfen die Kohlesäcke erst nach zwei Tagen in einem Gebäude gelagert werden, da eventuell doch noch ein Kohlenstück heiß ist und zum Brennen führen kann.
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Kohlenmeiler im Überblick Daten zu einem durchschnittlichen Meiler in der Köhlerei Thomas Faißt:
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Verwendung:
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15 Raummeter fein gespaltenes Buchenholz ca. 3 cbm Lösche
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Aufbaudauer:
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5-6 Arbeitstage
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Abbranddauer:
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ca. 6-9 Tage
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Ergebnis:
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Bei Erfolg ca. 20-30 Zentner beste Buchenholzkohle
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